Angeltackle transportieren

So schützt ihr euer Equipment auf Reisen

Maihecht aus einer flachen Bucht

Egal, ob ihr nur spontan über's Wochenende an den See fahrt, oder mehrere Wochen nach Norwegen: kaputtes Equipment kann den ganzen Trip vermiesen. Darum ist es wichtig, euer teures Tackle gut zu schützen. Welche Möglichkeiten wir nutzen und empfehlen können, das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Ruten:
Um die empfindlichen Ringstege und den Blank zu schützen, reicht schon eine einfache Rutentasche aus dem Fachhandel. Wenn ihr aber absoluten Schutz wollt, dann empfehlen sich Rutenrohre oder -Koffer aus Hartplastik. Für den normalen Gebrauch reichen aber simple Stofftaschen mit Polster.

Rollen:
Um Getriebe und Schnur vor Staub und Schmutz zu schützen, gibt es Rollencover aus Neopren, die ihr auch an der Rute verwenden könnt. Für unter 20 Euro könbnt ihr eure Rollen so einfach und effektiv schützen. natürlich gibt es auch spezielle Rollentaschen, welche aber oftmals teurer sind.

Köder:
Hakenschützer aus Schaumstoff verhindern ungewollte Verletzungen und das Verheddern von Ködern in der Tacklebox. Stabile Boxen aus UV-dichtem Kunststoff schützen eure Gummiköder vor der Sonne und eine große Tasche erleichtert es enorm, den Überblick zu behalten. 

Echolote und Kameras
Für die teuren Elektrogeräte vor Wasser, Staub und Stößen zu schützen gibt es für uns nur noch eine Lösung: wasserdichte Koffer aus Hartplastik. Die Schaumstoffinlays schützen eure Kamera oder euer Echolot vor Erschütterungen und der solide Koffer bietet einfach mehr Schutz als beispielsweise ein Seesack. Auch wenn diese Koffer nicht ganz billig sind, können wir euch nur raten, diese rund 50 Euro zu investieren. Ein defektes Echolot oder eine kaputte Kamera ist viel teurer.

Wenn Ihr noch andere Tipps zum Transport von Angelzeug habt, dann teilt sie uns gerne per DM oder Email mit.

 10 Tipps für das perfekte Fangfoto

Dorschangeln mit Gummifisch

Ihr steht am Wasser und haltet DEN Fang des Tages in den Händen. Natürlich muss davon ein Foto her.  Zuhause müsst ihr dann aber feststellen, dass euer Foto verwackelt, unscharf oder sonstwie unbrauchbar ist.
Ist euch das auch schon mal passiert?
Dann habe ich hier zehn Tipps für euch, wie eure Fangfotos besser werden.

Tipp Nr. 1: Sauberkeit
Wenn ihr euren Fang perfekt in Szene setzen möchtest, dann haben weder Getränkedosen noch unordentliche Tackleboxen etwas im Hintergrund verloren. Euer Fang sollte zudem nicht blutverschmiert in Laub einpaniert abgelichtet werden. Vor dem Foto am Besten noch einmal mit Wasser übergießen.

Tipp Nr.2: Licht
Je nach Tageszeit kann die Sonne sehr tief stehen. Ein langer Schatten und eine überbelichtete Sonne im Hintergrund sehen nie schön aus. Gleiches gilt für direktes Licht von Vorne. Wer geblendet die Augen zukneift, dem ist die Freude über den Fang nur noch bedingt anzusehen. Idealerweise positioniert ihr euch daher so, dass das Licht leicht von schräg vorn kommt. Wenn Ihr unter einer Brücke angelt, oder bei Nacht erfolgreich seid, dann empfiehlt sich die Verwendung einer externen Lichtquelle. Kleine Akku-LED-Lampen kosten nicht viel haben aber großen Einfluss auf die Bildqualität. Zur Not tut's natürlich auch die Kopflampe, aber das Licht einer "richtigen" Lampe wirft deutlich weichere und damit natürlichere Schatten. Ob sich die Anschaffung lohnt, muss am Ende aber jeder für sich entscheiden.

Tipp Nr. 3: Bildkomposition
Überlegt euch vorher so genau wie möglich, was ihr zeigen wollt. Einfach nur Fänger und Fang? Soll der Köder im Vordergrund stehen? Oder vielleicht gibt es irgendein Detail, das ihr besonders hervorheben möchtet? Alles das solltet ihr natürlich beachten, wenn Ihr euren Bildausschnitt wählt. Generell gilt: Mitte ist langweilig. Positioniert euch lieber leicht zu den Rändern hin. Das wirkt natürlicher und macht euer Bild interessanter.
Im Prinzip könnt ihr zwar mit Perspektiven auch gezielt Akzente setzen doch allgemein würde ich euch eher zur Fotografie auf Augenhöhe raten. Und zwar nicht auf Augenhöhe des Fängers, sondern auf Augenhöhe des Fisches. Schließlich wird das hier ja kein Portrait-Shooting, sondern ein Fangfoto.

Tipp Nr.4: Fokus
Setzt den Fokus auf den Fisch. Wenn Ihr nicht mit voller Breitseite fotografiert, sondern der Kopf näher an der Kamera ist, als der Rest von unserem geschuppten Freund, dann setzt den Fokus entsprechend auf den Kopf.

Tipp Nr.5: Belichtungszeit
Je nachdem, wie hell es bei euch ist, müsst ihr eure Fotos natürlich länger oder kürzer belichten. Wenn ihr wisst, dass Ihr eine unruhige Hand habt, dann wählt die Belichtungszeit tendenziell eher etwas geringer. Wenn ihr idealerweise ein kleines Stativ zur Verfügung habt, dann müsst ihr euch um Verwacklungen keine Gedanken machen, und könnt die Belichtungszeit nach euren Bedingungen frei anpassen. Extratipp: Die meisten Smartphones haben keine einstellbare Belichtungszeit, sondern nur eine elektronische Belichtungskorrektur. Auch damit könnt ihr bis zu einem gewissen Grad die Belichtung anpassen.

Tipp Nr.6: Blende
Sofern Ihr mit einer Kamera fotografiert, solltet ihr darauf achten, die Blende möglichst weit zu öffnen. dadurch entsteht eine geringe Tiefenschärfe und eure Fotos zeigen noch deutlicher, worum es eigentlich geht: euren Fang.

Tipp Nr.7: ISO
Der ISO-Wert gibt die Sensorempfindlichkeit an und kann typischerweise zwischen 100 und 32000 gewählt werden. Je höher der ISO, umso größer ist die Lichtausbeute. Daher gilt generell: Viel Licht->niedriger ISO, wenig Licht->höherer ISO. Doch je höher euer ISO eingestellt ist, umso eher kommt es auch zu Bildrauschen, Dieser Effekt sieht unschön und wenig professionell aus, weshalb ich euch bei den meisten Kameras von ISO-Werten jenseits der 400 abraten würde. Ein zu dunkles Bild kann man immer noch aufhellen. Ein verrauschtes Bild jedoch ist ruiniert.

Tipp Nr.8: Horizont
Versucht, den Horizont immer im oberen oder unteren Drittel eures Bildes zu positionieren und nicht genau in der Mitte. Außerdem wirkt ein schiefer Horizont oft unnatürlich und störend. manchmal lässt es sich aber eben nicht vermeiden, so wie beispielsweise bei diesem Titelfoto. Insbesondere beim Angeln vom Bootsind gerade Horizonte nicht immer machbar und auch nicht ganz so wichtig. Aber auch beim Bootasngeln solltet Ihr versuchen, den Fänger nicht plötzlich schief im Bild stehen zu lassen. wenn möglich gilt also: Fänger gerade, Horizont gerade. Im Zweifel ist ein gerader Fänger aber wichtiger.

Tipp Nr.9: Hände weg
Ihr wollt euren tollen Fang präsentieren und nicht eure herrlichen Hände. Versucht deshalb, so wenig wie möglich vom Fisch mit euren Händen zu verdecken. Außerdem solltet ihr versuchen, den Fisch nicht verkrampft festzuklammern, sondern möglichst enspannt zu halten. das sieht nicht nur schöner aus, sondern ist auch viel besser für den Fisch.

Tipp Nr.10: Nachbearbeitung
Egal wie gut eure Fotos sind, mit ein bisschen Nachbearbeitung lässt sich selbst aus dem schnellen Handyschnappschuss noch ordentlich was herausholen. Egal, ob ihr eure Bilder mit Photoshop nachbearbeitet, oder einfach mit einer kostenlosen App für's Smartphone: FIlter und Effekte sind vielleicht auf den ersten Blick toll, leider aber oft viel zu intensiv. In den meisten Fällen reichen 10-20% völlig aus. so könnt ihr selbst ohne Software-Know-How gute Ergebnisse erzielen. Wenn man sich etwas in die Materie einfuchst, ist mit Kontrast, Sättigung und Tönung noch mehr drin.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel dabei helfen, eure Fangfotos in Zukunft noch besser zu machen. Wenn ihr Lust auf einen Teil 2 zum Thema Filmen für Angler habt, dann lasst es mich gern auf Instagram per Kommentar oder DM wissen. Bei Bedarf können wir auch gern einmal eine eigene kleine Videoreihe dazu machen. 
in diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß bei euren nächsten Fangfotos und ein dickes Petri Heil.

Von Follower bis Forelle

Mein Resumé nach einem Jahr Social Media Angeln

Fisch und Meer logo

Es ist Ende Oktober vergangen Jahres als Max mir immer wieder mit einem Satz in den Ohren liegt: "Mach doch endlich mal Instagram!" Seit etwa vier Monaten hatte ich da unseren ersten Youtube-Kanal aber der lief, um es vorsichtig zu sagen, schleppend. Ich begann also mich die Materie einzulesen und lud die ersten Fotos hoch. Mit damals für mich unfassbaren 100 Abonennten teilte ich meine Erlebnisse beim Angeln. Irgendwie wurde dann ein Schalter umgelegt und ich bekam richtig Freude an dem Format. Die Followerzahlen schossen durch die Decke und eh ich mich versah hatte unser Kanal die magische Marke von 1000 Abos geknackt. dieses Gefühl, das die eigenen Beiträge, die eigenen Erlebnisse offenbar ziemlich interessant waren, das hat mich enorm überrascht. Als wir dann begannen unser Team zu erweitern durfte ich fantastische Menschen kennen lernen und mit Tim, Tammo, Kevin, Leon, Hannes, Julian und Max hatten wir plötzlich fast schon so etwas wie ein Netzwerk.
Als wir mit Leckerbissen.Fish unseren ersten Partner fanden, war mir endgültig klar, was für grandiose Möglichkeiten die sozialen Netzwerke für Angler bieten. Denn es geht um weit mehr als nur um den Austausch von Erfahrungen. Jeder, ich meine wirklich jeder, kann sich über diese Kanäle Gehör für sein Thema verschaffen. 
Kleine wie große Marken können ihre Ideen und Produkte präsentieren und eine unfassbar aufgeschlossene Gemeinschaft steht bei vielen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Doch durch die vielen Likes, Follower und Kommentare stieg zumindest innerlich auch der Druck. Natürlich möchte mann bessere Bilder und Texte posten, wenn es tausend Leute sehen. Aber noch viel schlimmer als dieser berechtigte innere Anspruch an Qualität ist, dass ich mich in dieser Zeit unfassbar auf die Zahlen versteifte. Wenn ein Bild nicht direkt nach dem Upload die 100 Likes hatte, dann war das für mich ein Beweis für schlechten Content. Heute weis ich, wie absurd das ist und kenne den Instagram-Algorithmus weit besser als damals. Im Juli wechselte ich dann meinen alten Namen "MF Angelzeitung" zu Fisch und Meer. Mit neuer Website, korrektem Impressum und massig Motivation machte ich weiter. mittlerweile sind mir die Statistiken zwar nicht egal, aber sie sind auch nicht das Wichtigste. Die Möglichkeiten einer eigenen Website schaffen Unabhängigkeit von den engen Rahmen der Bildunterschrift. Gerade längere Artikel lassen sich hier einfach entspannter schreiben und lesen. Rückblickend war der Schritt in die sozialen Medien vielleicht das Beste, was mir je passiert ist und ich bin jedem Einzelnen der mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt hat unglaublich dankbar. Aber ich habe auch Dinge erlebt, die mich schlichtweg traurig machen: Wenn zum Teil untermaßige Fische minutenlang für das "perfekte" Foto abgelichtet werden, dann zweifle ich an der Vernunft mancher Mitmenschen. Das perfekte Fangfoto ist doch immer auch ein wenig unperferkt. Wenn die Freude am Fang verloren geht, weil er nur noch das Mittel zum Zweck ist, dann läuft irgendetwas falsch. Natürlich gibt es gerade in der Produktentwicklung immer einen gewissen Fangdruck. aber es ist halt angeln. Wenn's nicht klappt, dann klappt's halt nicht.
Ebenso ärgert mich aber der Neid und Hass, der manchmal aus dem Nichts entsteht. Aus einer blöden Bemerkung wird schnell eine Schlammschlacht, die überhaupt nicht nötig wäre. Wer andere online attackiert und beleidigt, der braucht sich nicht wundern, wenn seine Follower ihm den Rücken kehren. Viel schneller wird geblockt als geredet. Oft viel zu schnell gehasst statt gehofft. Wir sind als Angler eine Gemeinschaft, die es nicht nötig hat, sich unter einander anzuschreien. Auf der anderen Seite heißt das aber NICHT, dass Kritik unerwünscht sei. Wir alle sind Menschen und Menschen machen Fehler. Also traut euch ruhig, zu sagen, wenn euch etwas stört. Weist uns auf Fehler hin so wie wir es auch tun. Aber bitte in einem gesitteten Ton und ohne Beleidigungen. Wenn wir alle nur ein paar Sekunden länger nachdenken, bevor wie auf den Upload Button klicken, würde das uns allen gut tun.

Möhre mit Strunk

durch welches Erlebnis 

sie sich einen Platz in unserer 

special edition sicherte

ZAnder auf Gummifisch

Das Thermometer klettert auf über 30 Grad. Zusammen mit Max machen wir unsere Belly Boote fertig. Lautlos gleiten wir durch eine Lücke im Schilf hinaus auf den Bodden. Ich öffne meine Köderbox und meine Hand gleitet über eine Auswahl an Gummiködern. Das Wasser ist kaffebraun und die Sonne brät unsere Gesichter. Meine Wahl fällt auf die 11cm lange Möhre mit Strunk. 100% Kontrast am Bauch, ultra uv-aktiver Rücken und leicht transparente Schwanzflosse in grün. Meine Rutenspitze bewegt sich nach hinten und synchron mjt Max fliegen unsere Köder gen Horizont. Bei einer Wassertemeratur von über zwanzig Grad sind die Zander voll aggresiv. Nach drei Jigbewegungen hängt bei Max ein kleiner Zander. Kaum hatte ich den Stachelritter im Kescher fährt ein Tock wie ein Blitzschlag in mein Handgelenk. Aus Reflex reisse ich die Rute nach oben. Konnte das wirklich sein? Doch ein heftiger Widerstand reisst mich aus meiner Fassungslosigkeit. Meine 30g Rute biegt sich fast bis ins Handteil und am anderen Ende der Schnur wehrt sich ein offensichtlich stattlicher Gegner nach vollen Kräften. Nach kurzem aber heftigen Drill lässt sich ein wunderschöner Zander über den Kescherrand bugsieren. Mit 66cm mein neuer PB und ein genialer Einstieg der Tests unserer Sonderfarben.

Weil Angeln mehr ist

Angeln bedeutet Gemeinschaft

Immer mehr Petrijünger machen das Hobby zur Passion – und leisten dabei Wertvolles für die Gesellschaft.

Abraham Lincoln sagte einmal „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“
Wir als Angler haben in Zeiten des Internets oftmals genau diese Macht. Oder zumindest entscheidenden Einfluss. Daher finde ich es unglaublich beschämend zu sehen, wie sich manch einer mit Bildern von blutverschmierten Fischen brüstet und seine Zigarettenkippen dem Gewässer überlässt. Wollen wir zulassen, dass solche Menschen das Bild des Anglers in der Gesellschaft bestimmen? Es gibt so viel mehr positive Beispiele, dass es schlichtweg falsch wäre, diesen Mitmenschen das Feld zu überlassen.
Als Angler sind wir weit mehr als nur „Wurmbader“. Wir sind Naturschützer, Tierliebhaber und Menschen. Und der damit verbundenen Verantwortung sind sich längst nicht alle bewusst.
Die Arbeitseinsätze in Angelvereinen, bei denen die Ufer der Vereinsgewässer gereinigt werden, sind zwar nicht immer schön, aber notwendig. Und wer immer nur über Badegäste, Griller und Spaziergänger schimpft, der sollte sich fragen, wie viele Meter Angelschnur, wie viele Bierkappen und wie viele Wurmdosen von der eigenen Hobbyausübung im Wasser und am Ufer zu finden sind. Machen wir uns nichts vor: Jeder der sich in der Natur betätigt, der fügt ihr auch in gewissem Maße Schaden zu. Die Frage ist nur, wie groß der selbige ist und ob man sich anschließend eben beispielsweise durch einen solchen Arbeitseinsatz revanchiert. Wer am Wasser unterwegs ist sollte keine Scheu davor haben, auch fremden Müll zu entsorgen. Denn der beißt nicht und außerdem ist es doch in unser aller Interesse, dass wir auch in ein paar Jahren noch saubere Angelgewässer haben.
Doch Angler setzten sich nicht nur für Naturschutz und Nachhaltigkeit ein, sondern nutzen ihre Möglichkeiten auch für soziales Engagement. Sie organisieren Beispielsweise Angelevents für Kinder oder sammeln Spenden für das örtliche Tierheim.
Das alles zeigt, dass wir Angler als Gemeinschaft wirklich viel erreichen können. Und deshalb müssen wir uns auch als Gemeinschaft engagieren, um unserer Verantwortung als Angler, Naturfreund und Mensch nachzukommen. Jeder kann helfen, denn es geht weder um riesige Spendensummen, noch um exorbitanten Arbeitsaufwand. Schon kleine Gesten können viel bewirken.
Lasst uns gemeinsam in der Gesellschaft ein Bild von Anglern kreieren, das der Realität entspricht.
Denn Angeln ist mehr, als nur Fische fangen.