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Spro Specter Pro Series Expedition Cast

Endlich eine richtig gute Travelrute

Spro specter expedition cast

Schon vor Jahrzenten eroberte die Telerute viele Anglerherzen. Nicht zuletzt wegen des geringen Packmaßes. Doch auch wenn es schon seit Jahren Travelrute für Spinfischer gibt, so kamen diese doch nie an die Aktion von zweiteiligen oder gar durchgehenden Blanks heran. Bis Jetzt.
Denn Spro hat mit der Specter Expedition eine Rute gebaut, die mich ehrlich gesagt sprachlos machte. Auf der Suche nach einer neuen Rute zum Zander und leichten Hechtangeln hatte ich 2 große Ziele: Power und Puffer. Ich wollte einen Blank mit genug Kraft um den Haken auch auf große Distanz sicher in's harte Zandermaul zu setzen. Gleichzeitig hatte ich mich beim Zanderangeln in relativ weiche und feinfühlige Spitzen verliebt. Die gute Pufferwirkung im Drill, die feinfühlige Köderführung, die geniale Rückmeldung; All das waren Aspekte, die für eine sensible Spitze sprachen. Und als wäre es nicht schon kompliziert genug, einen solchen Blank zu finden, hatte ich auch noch die fixe Idee, das gerne in einer Travelrute haben zu wollen. Zander und Travelrute? Unmöglich dachte ich erst. Allein schon wegen der vielen Steckverbindungen würde die Rückmeldung niemals präzise genug sein - dachte ich. Doch die Expedition Cast MH hat mich überzeugt, dass es auch anders geht. Bevor es an die Zahlen geht, erstmal ein Wort zur Aktion. Da ist richtig Dampf unter der Haube oder besser unter dem Lack. Das erste Dritte ist sensibel genug um sogar Köder am 7g werfen und führen zu können und der untere Teil ist schön straff für kraftvolle Anhiebe auch auf Distanz. Die Rute ist mit 2,30 zwar recht lang für eine Cast-Rute, beim Angeln auf Zander ist mir das aber sehr recht.  Auch auf dem Belly-Boot stören die extra Zentimeter nicht, da der Griff nicht allzu lang ist. Das Transportmaß von nur 51cm ist nicht nur für Flugreisen, sondern auch für Bus, Bahn und Fahrrad richtig praktisch. Die Wurfgewichtsangabe von 20-60g ist ziemlich passend. Aber wie schon erwähnt kann man damit auch problemlos kleinere Köder fischen. Das Gewicht von 166g ist zwar etwas schwerer als bei zweiteiligen Ruten ähnlicher Länge und Gewichtsklasse aber die paar Gramm machen sich kaum bemerkbar.
Die Beringung ist sinnvoll verteilt und der Triggergriff sowie auch das gesamte Handteil überzeugen mit ergonomischem Design. Der Rollenhalter ist durch einen zweiten Schraubring doppelt gesichert und trotzdem schnell zu bedienen. Rein optisch ist die Specter in schlichtem Schwarz gehalten und mit Gold- und Silberakzenten veredelt. Ich find's schick, ist aber natürlich Geschmackssache. Deshalb lieber zurück zu den praktischen Features. Ein Hakenhalter fehlt genauso wie ein Hardcase. Beides für mich kein Problem. Hakenhalter sind als Anbauversion eh praktischer und wer ein Hardcase braucht, kannn dich das kaufen.Mich persönlcih freut es, dass hier miehr Geld in Funktionalität als in Zubehör gesteckt wurde. Denn Selbiges kann man sich so selber individuell zusammenstellen. So richtig umgehauen hat mich aber das erste mal Gummifischangeln  mit der Specter. In puncto Feingefühl beim Jiggen, Faullenzen oder mit dem Chebu-Rig merkte ich keine Unterscheide zu meinen anderen Ruten. Das ist, in Anbetracht der gleich vier Steckverbindungen  bemerkenswert.
Fazit: Für einen Top-Preis von etwa 80 Euro bekommt Ihr hier eine Rute die in jeden Kofferraum passt und totzdem keine Abstriche bei Aktion und Feingefühl macht.

Angeltackle transportieren

So schützt ihr euer Equipment auf Reisen

Maihecht aus einer flachen Bucht

Egal, ob ihr nur spontan über's Wochenende an den See fahrt, oder mehrere Wochen nach Norwegen: kaputtes Equipment kann den ganzen Trip vermiesen. Darum ist es wichtig, euer teures Tackle gut zu schützen. Welche Möglichkeiten wir nutzen und empfehlen können, das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Ruten:
Um die empfindlichen Ringstege und den Blank zu schützen, reicht schon eine einfache Rutentasche aus dem Fachhandel. Wenn ihr aber absoluten Schutz wollt, dann empfehlen sich Rutenrohre oder -Koffer aus Hartplastik. Für den normalen Gebrauch reichen aber simple Stofftaschen mit Polster.

Rollen:
Um Getriebe und Schnur vor Staub und Schmutz zu schützen, gibt es Rollencover aus Neopren, die ihr auch an der Rute verwenden könnt. Für unter 20 Euro könbnt ihr eure Rollen so einfach und effektiv schützen. natürlich gibt es auch spezielle Rollentaschen, welche aber oftmals teurer sind.

Köder:
Hakenschützer aus Schaumstoff verhindern ungewollte Verletzungen und das Verheddern von Ködern in der Tacklebox. Stabile Boxen aus UV-dichtem Kunststoff schützen eure Gummiköder vor der Sonne und eine große Tasche erleichtert es enorm, den Überblick zu behalten. 

Echolote und Kameras
Für die teuren Elektrogeräte vor Wasser, Staub und Stößen zu schützen gibt es für uns nur noch eine Lösung: wasserdichte Koffer aus Hartplastik. Die Schaumstoffinlays schützen eure Kamera oder euer Echolot vor Erschütterungen und der solide Koffer bietet einfach mehr Schutz als beispielsweise ein Seesack. Auch wenn diese Koffer nicht ganz billig sind, können wir euch nur raten, diese rund 50 Euro zu investieren. Ein defektes Echolot oder eine kaputte Kamera ist viel teurer.

Wenn Ihr noch andere Tipps zum Transport von Angelzeug habt, dann teilt sie uns gerne per DM oder Email mit.

 10 Tipps für das perfekte Fangfoto

Dorsch auf Gummifisch

Ihr steht am Wasser und haltet DEN Fang des Tages in den Händen. Natürlich muss davon ein Foto her.  Zuhause müsst ihr dann aber feststellen, dass euer Foto verwackelt, unscharf oder sonstwie unbrauchbar ist.
Ist euch das auch schon mal passiert?
Dann habe ich hier zehn Tipps für euch, wie eure Fangfotos besser werden.

Tipp Nr. 1: Sauberkeit
Wenn ihr euren Fang perfekt in Szene setzen möchtest, dann haben weder Getränkedosen noch unordentliche Tackleboxen etwas im Hintergrund verloren. Euer Fang sollte zudem nicht blutverschmiert in Laub einpaniert abgelichtet werden. Vor dem Foto am Besten noch einmal mit Wasser übergießen.

Tipp Nr.2: Licht
Je nach Tageszeit kann die Sonne sehr tief stehen. Ein langer Schatten und eine überbelichtete Sonne im Hintergrund sehen nie schön aus. Gleiches gilt für direktes Licht von Vorne. Wer geblendet die Augen zukneift, dem ist die Freude über den Fang nur noch bedingt anzusehen. Idealerweise positioniert ihr euch daher so, dass das Licht leicht von schräg vorn kommt. Wenn Ihr unter einer Brücke angelt, oder bei Nacht erfolgreich seid, dann empfiehlt sich die Verwendung einer externen Lichtquelle. Kleine Akku-LED-Lampen kosten nicht viel haben aber großen Einfluss auf die Bildqualität. Zur Not tut's natürlich auch die Kopflampe, aber das Licht einer "richtigen" Lampe wirft deutlich weichere und damit natürlichere Schatten. Ob sich die Anschaffung lohnt, muss am Ende aber jeder für sich entscheiden.

Tipp Nr. 3: Bildkomposition
Überlegt euch vorher so genau wie möglich, was ihr zeigen wollt. Einfach nur Fänger und Fang? Soll der Köder im Vordergrund stehen? Oder vielleicht gibt es irgendein Detail, das ihr besonders hervorheben möchtet? Alles das solltet ihr natürlich beachten, wenn Ihr euren Bildausschnitt wählt. Generell gilt: Mitte ist langweilig. Positioniert euch lieber leicht zu den Rändern hin. Das wirkt natürlicher und macht euer Bild interessanter.
Im Prinzip könnt ihr zwar mit Perspektiven auch gezielt Akzente setzen doch allgemein würde ich euch eher zur Fotografie auf Augenhöhe raten. Und zwar nicht auf Augenhöhe des Fängers, sondern auf Augenhöhe des Fisches. Schließlich wird das hier ja kein Portrait-Shooting, sondern ein Fangfoto.

Tipp Nr.4: Fokus
Setzt den Fokus auf den Fisch. Wenn Ihr nicht mit voller Breitseite fotografiert, sondern der Kopf näher an der Kamera ist, als der Rest von unserem geschuppten Freund, dann setzt den Fokus entsprechend auf den Kopf.

Tipp Nr.5: Belichtungszeit
Je nachdem, wie hell es bei euch ist, müsst ihr eure Fotos natürlich länger oder kürzer belichten. Wenn ihr wisst, dass Ihr eine unruhige Hand habt, dann wählt die Belichtungszeit tendenziell eher etwas geringer. Wenn ihr idealerweise ein kleines Stativ zur Verfügung habt, dann müsst ihr euch um Verwacklungen keine Gedanken machen, und könnt die Belichtungszeit nach euren Bedingungen frei anpassen. Extratipp: Die meisten Smartphones haben keine einstellbare Belichtungszeit, sondern nur eine elektronische Belichtungskorrektur. Auch damit könnt ihr bis zu einem gewissen Grad die Belichtung anpassen.

Tipp Nr.6: Blende
Sofern Ihr mit einer Kamera fotografiert, solltet ihr darauf achten, die Blende möglichst weit zu öffnen. dadurch entsteht eine geringe Tiefenschärfe und eure Fotos zeigen noch deutlicher, worum es eigentlich geht: euren Fang.

Tipp Nr.7: ISO
Der ISO-Wert gibt die Sensorempfindlichkeit an und kann typischerweise zwischen 100 und 32000 gewählt werden. Je höher der ISO, umso größer ist die Lichtausbeute. Daher gilt generell: Viel Licht->niedriger ISO, wenig Licht->höherer ISO. Doch je höher euer ISO eingestellt ist, umso eher kommt es auch zu Bildrauschen, Dieser Effekt sieht unschön und wenig professionell aus, weshalb ich euch bei den meisten Kameras von ISO-Werten jenseits der 400 abraten würde. Ein zu dunkles Bild kann man immer noch aufhellen. Ein verrauschtes Bild jedoch ist ruiniert.

Tipp Nr.8: Horizont
Versucht, den Horizont immer im oberen oder unteren Drittel eures Bildes zu positionieren und nicht genau in der Mitte. Außerdem wirkt ein schiefer Horizont oft unnatürlich und störend. manchmal lässt es sich aber eben nicht vermeiden, so wie beispielsweise bei diesem Titelfoto. Insbesondere beim Angeln vom Bootsind gerade Horizonte nicht immer machbar und auch nicht ganz so wichtig. Aber auch beim Bootasngeln solltet Ihr versuchen, den Fänger nicht plötzlich schief im Bild stehen zu lassen. wenn möglich gilt also: Fänger gerade, Horizont gerade. Im Zweifel ist ein gerader Fänger aber wichtiger.

Tipp Nr.9: Hände weg
Ihr wollt euren tollen Fang präsentieren und nicht eure herrlichen Hände. Versucht deshalb, so wenig wie möglich vom Fisch mit euren Händen zu verdecken. Außerdem solltet ihr versuchen, den Fisch nicht verkrampft festzuklammern, sondern möglichst enspannt zu halten. das sieht nicht nur schöner aus, sondern ist auch viel besser für den Fisch.

Tipp Nr.10: Nachbearbeitung
Egal wie gut eure Fotos sind, mit ein bisschen Nachbearbeitung lässt sich selbst aus dem schnellen Handyschnappschuss noch ordentlich was herausholen. Egal, ob ihr eure Bilder mit Photoshop nachbearbeitet, oder einfach mit einer kostenlosen App für's Smartphone: FIlter und Effekte sind vielleicht auf den ersten Blick toll, leider aber oft viel zu intensiv. In den meisten Fällen reichen 10-20% völlig aus. so könnt ihr selbst ohne Software-Know-How gute Ergebnisse erzielen. Wenn man sich etwas in die Materie einfuchst, ist mit Kontrast, Sättigung und Tönung noch mehr drin.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel dabei helfen, eure Fangfotos in Zukunft noch besser zu machen. Wenn ihr Lust auf einen Teil 2 zum Thema Filmen für Angler habt, dann lasst es mich gern auf Instagram per Kommentar oder DM wissen. Bei Bedarf können wir auch gern einmal eine eigene kleine Videoreihe dazu machen. 
in diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß bei euren nächsten Fangfotos und ein dickes Petri Heil.